Seit über 25 Jahren beteiligen sich die Wirtschaftsjunioren Bayreuth am bundesweiten Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“. Heuer wurde die 16-jährige Ina Medick aus Bayreuth Bundessiegerin.
Seit drei Jahren freuen sich die Wirtschaftsjunioren Bayreuth über steigende Teilnehmerzahlen bei ihrem Schüler-Wettbewerb. Im vergangenen Jahr nahmen 20 Klassen aus Bayreuth Stadt und Landkreis an dem Quiz rund um wirtschaftliche Fragen teil. Ihr Ziel: „Ganz klar: Die Wirtschaft braucht guten Nachwuchs für die Unternehmen“, sagt Christian Wedlich von den Wirtschaftsjunioren. Und IHK-Pressesprecher Peter Belina ergänzt: „Wenn wir uns gegen Indien und China behaupten wollen, brauchen wir Know-how und gute Leute aus Deutschland.“ Denn der Nachwuchs sei knapp. Schon jetzt hätten die Unternehmen Probleme, Fachkräfte zu finden. Dabei kämen die geburtenschwachen Jahrgänge erst noch.
Dass mit Ina Medick eine Bayreuther Schülerin den Wettbewerb gewonnen hat, freut Wedlich besonders. „So was wächst in zehn Jahren nicht mehr nach.“ Die 16-Jährige vom Gymnasium Christian Ernestinum hatte im Jahr davor bundesweit bereits den zweiten Platz belegt. Der Wettbewerb trage dazu bei, den Schülern einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe zu geben, sagte Wedlich. Einblicke, die man in fast allen Berufen später für sich nutzbar machen könnte. Für Unternehmer seien Wettbewerbsteilneh-mer außerdem attraktive Bewerber. Wedlich: „Wer da mitmacht, zeigt, dass er sich über den Tellerrand hinaus interessiert.“ Belina: „Außerdem beweist er Allgemeinwissen, das man heute nicht mehr voraussetzen kann.“ Die Bundessiegerin legt es ihren Altersgenossen nahe, sich an dem Wettbewerb, der jetzt wieder ausgeschrieben wird, zu beteiligen: „Wer kapitalistisch interessiert ist, den könnten die Preise interessieren. Aber ganz grundsätzlich: Wirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Und ein Grundwissen in diesem Be-reich kann einem bei vielem weiterhelfen.“ ck
Quelle: Nordbayerischer Kurier, 16.04.2007.

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