Sie sind nicht über 40 Jahre alt, dynamisch, – und vor allem aktiv. Sie sind die, die laut den Worten von Hans F. Trunzer, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer „ über den Tellerrand hinausschauen“. Die Rede ist von den Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD). Allein der bayerische Landesverband zählt 4500 Mitglieder, deutschlandweit sind es 14000. Über 450 dieser Mitglieder haben sich bereits für die „LaKo 2004“, die bayerische Landeskonferenz vom 02. bis 07. Juli 2004 in Bayreuth angemeldet.
Schon einmal, im Jahr 1998, hatten die Wirtschaftsjunioren Bayreuth eine Landeskonferenz organisiert – doch damals war noch Geld für so ein Vorhaben da. Heute ist der Säckel nicht mehr so prall gefüllt. „Trotzdem wollten wir beweisen, dass man auch mit geringen Mitteln etwas Großes auf die Beine stellen kann“, erklärte Helmut Schmitz, im „richtigen Leben“ Rechtsanwalt und bei den Wirtschaftjunioren Bayreuth für die Mitgliederbetreuung zuständig. Er und sieben andere Leute hatten sich um die Organisation gekümmert, Sponsoren aufgetrieben und Räumlichkeiten für die geplanten Workshops gebucht. Ganz getreu nach dem Motto der „LaKo 2004“, das in diesem Jahr „Aufwärts!“ lautet, nahmen sie die Herausforderung an. „Wir haben einander Mut gemacht, wenn etwas nicht so klappte, wie es sollte, im Miteinander die Probleme gelöst“, schilderte Schmitz die Vorbereitungen. Und jetzt steht es, das Programm. Neben Workshops, beispielsweise zu den Themen „Sicherheit im Internet“, „Was wissen Sie über ihre Kunden?“ oder „Familie – Unternehmen, Unternehmen – Familie“ werden vielfältige Freizeitaktivitäten geboten, unter anderem die Besichtigung des Kompetenzzentrums für neue Materialien, eine Stadtführung und einem Besuch des Markgräflichen Opernhauses, des Hauses Wahnfried oder des Freimauerermuseums. Zum offiziellen Teil zählen die Eröffnungsveranstaltung mit Innenminister Dr. Günther Beckstein und ein Empfang beim Regierungspräsident Hans Angerer. Ausgelassene Stimmung ist bei der „LaKo-Party“ auf der Burg Rabenstein garantiert.
Hintergrund der Veranstaltung ist nicht nur, Zeichen gegen die finanzielle Schwierigkeiten zu setzen, sondern auch Werbung für die Region, und vor allem für Bayreuth, zu machen. Immerhin würden die Teilnehmer nicht nur aus ganz Bayern, sondern auch aus dem Ausland kommen, so Helmut Schmitz. Doch ohne Sponsoren wäre das Landestreffen im Vorhinein zum Scheitern verurteilt gewesen. Immerhin kommen die Konferenz- und das Rahmenprogramm auf rund 150.000 Euro, für Übernachtung, Catering oder Einkäufe mussten noch einmal rund 300.000 Euro aufgewendet werden.
Die IHK ist einer dieser Sponsoren und stellt auch Räumlichkeiten zur Verfügung. Mit der Ausrichtung des ersten Treffens im Jahr 1998 hatte man schon damals einen Meilenstein gesetzt, so Hans F. Trunzer. Er sei dankbar, dass die Entscheidung für das bayerische Landestreffen in diesem Jahr wieder auf Bayreuth gefallen sei. Denn die Wirtschaftsjunioren als Zusammenschluss junger Unternehmer und Führungskräfte stünden als Spiegelbild der gewerblichen Rückkehr zu den ursprünglichen Stärken der Marktwirtschaft. „Sie dienen nicht nur dem aktiven Nachwuchs im Unternehmen als Forum zur Weiterbildung, sondern auch zum Aufbau von geschäftlichen und sozialen Kontakten in den jeweiligen Regionen“
Quelle: Bericht aus dem Nordbayerischen Kurier2004